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Rita Schneider-Sliwa: "Studien sind kein Selbstzweck"


Universität und "Werkstadt Basel"

vks. "Der Prozess 'Werkstadt Basel' ist ein guter Schritt auf einem langen Weg. Das Projekt leitet ein kontinuierliches Gespräch über den Kurs der Stadtentwicklung ein", sagt Rita Schneider-Sliwa, Professorin für Humangeographie/ Stadt- und Regionalforschung an der Universität Basel. "Der Wettbewerb der Städte um Investoren und gute Steuerzahler diktiert eine Annäherung an die Bedürfnisse des Marktes, an die Ansprüche der einzelnen Gruppen."
Durch das Projekt "Stärkung der Stärken" könne die Universität beim Prozess "Werkstadt Basel" unterstützend wirken: "Meine Abteilung kann mit Hilfe geographischer Informationssysteme Ist-Zustände und Dynamiken der Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur in den Quartieren darstellen, analysieren und dokumentieren. Auch können wir durch Methoden der Umfrageforschung und der statistischen Auswertung von Grossbefragungen die Akzeptanz der Massnahmen überprüfen oder die Repräsentativität der Aussagen und Bedürfnisse unterstützen beziehungsweise hinterfragen."
Das Geographische Institut habe in der Vergangenheit bereits vielfältige Untersuchungen auf dem Gebiet der Stadtentwicklung durchgeführt, sagt Schneider-Sliwa. "Innerhalb der Arbeitsgruppe zur ?Stärkung der Stärken? werden die Studien im Hinblick darauf inventarisiert, ob und in welchem Grade diese in der Öffentlichkeit Gehör gefunden haben. Die Untersuchungen sind ja kein Selbstzweck, sondern haben eine gesellschaftliche Relevanz."
Finanziert von "Basel Tourismus" schliesst die Abteilung Humangeographie gegenwärtig eine Studie zum Image der Stadt Basel ab. Dabei werden die lokalen Qualitäten herausgearbeitet. "Unsere Aufgabe ist", erklärt Schneider-Sliwa, "Grundlageninformation über Prozesse und Dynamiken von Wirtschaft und Gesellschaft zu liefern und aufgrund dieser Erkenntnisse planungspolitische Handlungsempfehlungen auszusprechen."

Rita Schneider-Sliwa, Professorin für Humangeographie/ Stadt- und Regionalforschung an der Universität Basel.

(Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Basler Zeitung; copyright Basler Zeitung 1997)

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